Riester Rente Nachteile bei Privatinsolvenz

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Scheidungsfälle, Überschuldung, plötzliche Arbeitslosigkeit und gescheiterte Selbstständigkeit sind häufige Gründe, warum Menschen in die Privatinsolvenz geraten. Nach der eidesstattliche Überprüfung der Vermögensverhältnisse im Insolvenzverfahren und der anschließende bekundeten Privatinsolvenz stehen dem Schuldner 6 Jahre Wohlverhaltensphase bevor. Nach dieser Zeit können dem Zahlungsforderungen gegenüber dem Schuldner ausgeräumt werden.

Doch in dieser Zeit muss der Schuldner auch versuchen Zahlungsforderungen zu begleichen, sofern er Einkommen bezieht. Dazu werden auch seine Guthaben und Vermögenswerte herangezogen. Während Sparkonten, Wertpapierdepots in die Insolvenzmasse zählen, kann der Wert eines Riesterrentenvertrages nicht berücksichtigt werden (laut Einkommenssteuergesetz und Zivilprozessordnung), und ist somit sicher vor den Gläubigern. Da die Riesterrente nach dem Gesetz nicht übertragbar und explizit personengebunden ist, kann sie nicht herangezogen werden. Ebenso die staatliche Zulage und die Erträge des Kapitals in der Versicherung sind geschichert.

Sollte sich jedoch die Verbaucherinsolvenz bis in den Auszahlungszeitraum der Riesterrente ziehen, so können die Leistungen der Riesterrente, also der eventuelle Einmalbetrag zu Beginn der Verrentung, und die monatlichen Leistungen sehr wohl heran gezogen werden zur Rückzahlung von Zahlungsforderungen. In der Regel sind diese aber durch § 850 Abs. 3 b ZPO geschützt. Da dies aber mit allen Anlageformen nicht so ist, hat die Riesterrente keine Nachteile gegenüber anderen Vorsorgeformen. Ihr Vorteile während der Insolvenz in der Ansparphase sind deutlich, da sie eine Altervorsorge trotz Verbraucherinsolvenz ermöglicht.